Skip to main content.

Karate Dojo Radolfzell e.V.

Vereins-Chronik

Karate-Dojo Radolfzell - ein Verein entsteht (1988)

(Auszug aus der Festschrift zum Gasshuku`88 anläßlich des 20 jährigen Bestehen des Dojos)

Es war ein Karateka namens Edgar Albert, der vor fast einem viertel Jahrhundert in Konstanz den gelben Gürtel ablegte. Als Radolfzeller wollte er aber in Radolfzell trainieren. Also suchte er hier Gleichgesinnte. Der erste war Manfred May, mit dem er anfangs auf einem Balkon trainierte. Ideal erschien Ihnen dann die Blockhütte. Hier, im Jahr 1966, kamen auch die ersten Zuschauer, die eine Sportart sahen, die zu der Zeit nicht nur in Radolfzell Aufsehen erregte. Es waren dann Edgar Albert, Manfred May, Peter Sonntag, Reinhard Krieger, Hartmut Scheffner, Frieder Lischer, Manfred Rieger und F. Fröschke, die mit ihren weißen Anzügen und ihrem Kampfgeschrei Radolfzell aufhorchen ließen. Die IG-Sport, unter Leitung von B. Deckert, räumte ihnen alsbald die Chance ein, ordentlich in einer Turnhalle zu trainieren.

Es folgte im Dezember 1967 die Eintragung ins Vereinsregister und im Frühjahr 1968 der erste Anfängerlehrgang. Zu diesem Lehrgang erschienen 24 furchtlose, die diese Sportart kennenlernen wollten, unter ihnen auch der heutige 1. Vorsitzende Gerhard Weinhold. Als bei der Aufnahmeprüfung noch 6 übrig waren, wurden alle aufgenommen, und das Bestehen des Vereins war gesichert, hatte man jetzt doch bereits 14 aktive Mitglieder.

In den nächsten Anfängerlehrgängen tauchten dann Namen auf wie Wolfgang Drobig, Reinhold Jäckle, Hermann Schatz und Gerd Achilles. Schwierig war zwischenzeitlich der Status des Vereins geworden; in Radolfzell bereits etabliert, trainierte man aber immer noch ohne Anschluß an einen Dachverband, einzig und allein nach der Vorgabe von Edgar Albert, der im eigenen Verein selbstverständlich der Meister war, obwohl er bis dahin offiziell nur die Prüfung zum Gelbgurt abgelegt hatte. Der Anschluß an den Deutschen Karate-Bund war trotzdem nur eine Frage der Zeit. Trotzdem gab es aber etliche Hürden zu überwinden. Die schwierigste war die der Graduierung, hatte man doch schon 3 Jahre trainiert und wollte nicht nochmals bei Null (weiß) beginnen. E. Albert, herausragend durch seine Grundtechnik, legte ohne Probleme gleich die Prüfung zum Braungurt ab, um dann auf einen Schlag bei Bundestrainer H. Ochi den schwarzen Gürtel zu bestehen. Alle anderen folgten, wenn auch in kleineren Sprüngen.

Der Beitritt zum DKB wurde offiziell im Februar 1970 vollzogen. Damit stand nichts mehr im Weg, ein ordentlicher Karate-Verein zu sein. Durch die Anfängerlehrgänge versuchten immer mehr Radolfzeller in diesen Kreis der Kämpfer aufgenommen zu werden. Nicht alle, d.h. die wenigsten schafften es oder blieben länger dabei.

Gute Kontakte entstanden mit dem Schweizer Bundestrainer K. Sukimura, der in Schaffhausen trainierte und dann öfters auch in Radolfzell Trainingsstunden abhielt. Dadurch wurde das Dojo mit neuen Ideen und Vorstellungen konfrontiert, und jeder einzelne profitierte auf seine Weise davon. Sukimura wurde die Leitfigur für den Verein; fast alle Prüfungen wurden in dieser Zeit bei ihm abgelegt.

Die nächste Persönlichkeit, die den Verein prägen sollte, »schlich« in dieser Zeit bereits um die Halle; Pierre Claverie - ein Offizier in der Piemontkaserne. Selbst Träger des 1. Dan im Karate, 2. Dan im Judo, war er ein Schüler des in Frankreich zur Legende gewordenen Valera. Er brachte die kämpferische Note in das bis dahin von Technikern (Albert - Sukimura) geprägte Karate der Radolfzeller. Im weiteren Verlauf gingen dann auch viele zu nationalen Lehrgängen mit Bundestrainer H. Ochi und legten dort auch Prüfungen ab. Unter anderem erhielten bis heute 27 Radolfzeller Karatekas den ersten Dan (Meistergrad).

Internationale Kontakte des Vereins waren Treffen mit Karatekas aus Uithoorn und Istres. Vergleichskämpfe mit einem Verein in Rom zählten zu den Höhepunkten. Turniere im nahen Grenzraum Schweiz/Österreich werden selbstverständlich gerne von Radolfzeller Karatekas besucht und oft auch sehr erfolgreich.

Ein Ausnahmekarateka wie Toni Dietl stellt für den jungen Verein die eigentliche Krönung seiner bisherigen 20 Jahre dar. ^ TOP

Vorstandswahlen 2008

Am 17.4 .08 fand die diesjährige Hauptversammlung des Karate Dojo Radolfzell im Gasthaus Ruppaner statt. Im Vergleich zu den letzten Jahren gab es wieder einen neuen Höchststand bei der Zahl der Anwesenden.
Es standen neben den Vereins-, Geschäfts- und Prüfungsberichten vor allem Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung.

Nach 24-jähriger Verantwortung als Vorsitzender scheidet Gerhard Weinhold auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Sein Ausscheiden hatte er lange vorher angekündigt und somit für einen reibungslosen Übergang der Verantwortung gesorgt. Für sein langjähriges Engagement als Trainer und Vorstand wurde er mit einem Geschenkkorb-Special geehrt und einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Klaus Sieber gewählt. Hermann Schatz bleibt stellvertretender Vorsitzender. Die Leitung des Karate Dojo liegt weiterhin in den Händen von Werner Bührer. Ilona Bitzer ist wieder zur Geschäftsführung bestimmt , die neue Schriftführerin ist Christine Heller.



von l. n.r.:
Gerhard Weinhold, Klaus Sieber, Ilona Bitzer, Hermann Schatz, Christine Heller.

^ TOP